Hier finden Sie alles, was es bei uns Neues gibt.

Und natürlich auch alles,  was zwar nicht aktuell, aber immer noch interessant ist.

Spiritualität im Alltag: Lasst uns drüber reden!

Initiationsrituale auf dem Prüfstand

Initiation ist ein Ritual, das den Übergang von einem Lebensstadium in ein anderes markiert.
Oder auch eine Aufnahme in eine Gemeinschaft. Vielleicht auch ein neuer Abschnitt einer
spirituellen Entwicklung. Ein "Anfang, Beginn, ein Hineinbringen".
Schaffen wir selbst Initiationsrituale, die uns guttun? In welchem Alter, in welchen Situationen
sind sie sinnvoll? Wie sind Rituale im Säuglingsalter zu bewerten? Wer entscheidet über eine
Initiation? 
Darüber möchten wir uns mit Euch in der Veranstaltungsreihe Spiritualität im Alltag - Lasst uns drüber reden" austauschen. 
 

Am Montag, 23.02.2026 um 19:00 – 20:00 Uhr online 
 

Zu Beginn ein Impulsvortrag von Christoph Schmidt, Diplom-Theologe und Integrativer Gestalttherapeut 
Danach Austausch in Gruppen (je nach Teilnehmer:innenzahl) 
Der Abend ist offen für alle und kostenlos. Du musst Dich nur anmelden, wir freuen uns auf Dich! Anmeldung unter: kontakt@dg-spiritual-care.com 
Dann schicken wir Dir einen Link KURZ VORHER zu, unter dem Du Dich einwählen kannst.  

Die DGSC bei der Caring Community

Kongress am 3. und 4. November 2025 in Köln

Die Deutsche Gesellschaft für Spiritual Care und existenzielle Begleitung war in diesem Jahr zum ersten Mal dabei: vom 3. bis 4. November fand im Kölner Gürzenich der Kongress der "Caring Community" statt. Dies ist ein Netzwerk aus Vereinen und Organisationen, die in der Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen sowie ihrer An- und Zugehörigen aktiv sind.

Christoph Schmidt und SinNo Reicherts, die Initiatoren der DGSC, hatten am Stand der Gesellschaft Gelegenheit, mit Menschen aus anderen Organisationen sowie politisch Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Christoph Schmidt: "Die Caring Community setzt auf professionelles Handeln ebenso wie auf die Verantwortung aller Menschen in der Gesellschaft. Selbstverständlich ist Spiritual Care in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen dabei von großer Bedeutung."  

Dabei gehe es aber nicht nur darum, Spiritual Care in die bereits bestehenden Berufe zu integrieren: "In vielen Gesprächen haben wir bemerkt, wie groß der Bedarf und wie notwendig eine Implementierung von Spiritual Care in den Alltag auch anderer Berufsgruppen und in die gesamte bundesdeutsche Gesellschaft ist.“

Die DGSC hat sich zum Ziel gesetzt, Spiritual Care religions-, konfessions- und weltanschaulich unabhängig stärker in der Gesellschaft zu verankern.

Dr. Christine Hartmann und Christoph Schmidt (DGSC)

Einladung und Wegweiser an der Tür zum Gürzenich.

V.l.n.r.: SinNo (Norbert) Reicherts, Vorstand der DGSC, Dr. Peter und Dr. Martina Lanzendörfer.

"Verbunden sein" - gelungene Veranstaltung in der VHS

Bereits zum sechsten Mal hatte der Unergründlich e.V. – diesmal gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Spiritual Care und existenzielle Begleitung – zu einer großen Veranstaltung in das Kölner VHS-Forum eingeladen. 80 Teilnehmer:innen machten sich am 2. November auf die Suche nach der Bedeutung der spirituellen Dimension des VERBUNDENSEINS im individuellen und gesellschaftlichen Erleben.

Schon in der Vorbereitung der Veranstaltung wurde das Thema „Verbunden sein“ gelebt: Gemeinsam erfolgte die Vorbereitung und Gestaltung der verschiedenen Räume für die Arbeit in Kleingruppen, bevor wir uns auf den Weg ins Forum machten, um Professor Dr. Giovanni Maio vom Institut für Medizinethik der Universität Freiburg zu begrüßen.

Moderatorin Anke Bruns eröffnete für alle den Thementag „Verbunden sein“. Mit der von ihr gekannten Offenheit und Leichtigkeit bezog sie die interessierten Gäste vom Start weg in das Thema mit ein, indem die Gäste selbst berichten konnten, warum sie gekommen waren. Auch an dieser Stelle bereits gelebte Verbindung.

In seiner knapp einstündigen frei gehaltenen Rede schilderte Professor Dr. Giovanni Maio Zusammenhänge zwischen der Entwicklung zu immer mehr Individualität in unserer Gesellschaft, im Kontrast zu dem gleichzeitig wachsenden Bedürfnis nach mehr sozialer Verbundenheit.

Prof. Maio legte dar, dass uns als Menschen die Erfahrung der Einsamkeit verbindet, und dass dieses Grundgefühl selbst bei großer Nähe, z. B. in einer Partnerschaft, bleiben kann. Was dagegen helfen könne, seien Gespräche, insbesondere das wirkliche gegenseitige Zuhören. Auf diese Weise könne ein Gespräch einem einsamen Menschen den Tag retten. Auch das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein, könne das Leiden an der Einsamkeit etwas mildern.

Der Mensch stehe in einem ständigen Spannungsfeld zwischen „in Verbindung sein“ mit anderen und dem Ich-Sein. Doch nur in der Gemeinschaft könnten wir unser Ureigenes zum Ausdruck bringen.

Komme der Mensch in eine Krise, spüre er die Brüchigkeit des Lebens und eine überwältigende Haltlosigkeit, denn dann komme die Angst vor der eigenen Nichtigkeit zum Tragen. Wenn wir uns nicht mehr über unsere Arbeit, Beziehungen, Taten und Zukunftspläne definieren könnten, drohe ein enormer Verlust an Identitätsgefühl. So auf uns selbst zurückgeworfen, werde uns allen deutlich, dass auch dieser Schmerz selbst nicht wirklich geteilt werden kann.

Gute Botschaft

Trotz oder gerade wegen dieser Schlüsse verbreitete Prof. Maio mit seinen Worten eine ansteckende Wärme, denn es wurde spürbar, dass jeder Mensch, sowohl selbstwirksam als auch gesellschaftlich wirksam, dazu beitragen kann, mit der Bereitschaft zum Zuhören die Welt ein Stück menschlicher zu machen. Wenn wir an jedem Ort und genau jetzt damit beginnen, sei es möglich, dass diese Haltung auch Einzug in unseren oft unpersönlichen, auf Effizienz und Kostenersparnis basierenden Alltag hält.

Nach dem Vortrag hatten die Gäste Gelegenheit, Fragen an Prof. Maio zu stellen, bevor es ins Nachbargebäude der VHS Köln zur Fortsetzung der Begegnung mit dem Thema „Verbunden sein“ in Kleingruppen ging.

Angeboten wurden dort verschiedene Erfahrungsräume zum persönlicheren Austausch hinsichtlich spiritueller Erfahrungen von Verbundenheit: Meditation, Biodanza, Gruppen des Verbundenseins in der Trauer, in der Einsamkeit und im kreativen Schreiben und eine Gruppe zum Thema des Vortrags von Pro. Maio.

Das Publikum war beteiligt - aktive Verbindung

 In der abschließenden Podiumsdiskussion mit den Vorständen der DGSC zum Thema „Verbunden sein“, erneut moderiert von Anke Bruns, tauschten sich die Teilnehmenden mit dem Publikum über ihre Alltagserfahrungen von Verbundensein aus und suchten nach Möglichkeiten, die Verbundenheit von Menschen bewusst zu fördern und erlebbar zu machen. Um zum Ende unseren Traum noch einmal deutlich zu machen, dass in Zukunft in unserer Gesellschaft wieder mehr Verbundenheit und Zugehörigkeitsgefühl entstehen mag, beschlossen wir den Tag mit dem gemeinsamen Lied „Wenn eine*r alleine träumt…“ 

Insgesamt war es auch dieses Jahr wieder ein sehr lebendiger und beseelter 2. November, an dem wir auf viele interessierte Besucher:innen trafen, mit denen wir uns wie jedes Jahr sehr verbunden gefühlt haben.  

Bewegende Gedenkfeier für Verstorbene

Eine besondere Gedenkfeier gab es zum wiederholten Male im Kölner Gürzenich, einem großen Veranstaltungsraum in der Nähe des Alter Marktes und des historischen Rathauses in Köln. In diesem Jahr waren rund 800 Menschen gekommen. Sie gedachten gemeinsam ihrer An- oder Zugehörigen, die in diesem Jahr gestorben sind.

Unser Gründungsmitglied Christoph Schmidt, der als Theologe, Gestalttherapeut und Spiritual Care-Seelsorger Teil eines Kölner SAPV-Teams* ist, hielt eine sehr berührende Rede. Darin gab er den Trauernden einen tröstlichen Ausblick und ermutigte, MIT der Vergangenheit und nicht IN ihr zu leben. (Siehe Video)

In einer stillen Kerzenzeremonie entzündeten alle Gäste danach  ein Licht für ihre Verstorbenen, sodass ein bewegendes Bild aus kleinen Flämmchen entstand.

Wichtiges Angebot für schwerkranke und sterbende Menschen

Zu der Gedenkfeier eingeladen hatte das Palliativteam SAPV Köln. Die Abkürzung bedeutet: *Spezialisierte Ambulante PalliativVersorgung. An drei Standorten in Köln und mit mehr als 100 qualifizierten Palliativ-Ärzt:innen, Palliativ-Fachpflegekräften, Sozialarbeiter:innen und Spiritual Care-Begleiter:innen werden jedes Jahr rund 1.000 schwerkranke und sterbende Menschen ambulant betreut.

Durch diese medizinische und psychosoziale Begleitung werden Krankenhausaufenthalte in den letzten Lebenswochen verhindert. Mit der fachlichen Unterstützung durch die unterschiedlichen Professionen der SAPV-Teams, können An- und Zugehörige ihre Liebsten zu Hause bis zum ihrem Tod versorgen.

Weiterführende Links:

Palliativteam SAPV Köln

Unergründlich e. V.

Caring Community Köln

Premiere in Bremen

Wir waren das erste Mal dabei: Die Deutsche Gesellschaft für Spiritual Care und existenzielle Begleitung (DGSC) hatte einen Stand auf der „Leben und Tod“ in Bremen. Auf dieser Fachmesse treffen sich seit 16 Jahren Menschen, die haupt- oder ehrenamtlich mit den Themen Tod und Sterben zu tun haben. Für uns war es nicht nur eine Premiere, sondern auch ein voller Erfolg: An beiden Messetagen interessierten sich die Besucher:innen sehr für unsere Inhalte und die Fort- und Weiterbildungen, die wir in Zusammenarbeit mit Unergründlich e. V. anbieten. Viele Gespräche haben uns wieder einmal deutlich gemacht, wie wichtig es ist, Spiritual Care in das Leben und in den Alltag zu bringen. Lesen Sie hier den Bericht von Gisela Graw. Sie betreute den Stand zusammen mit Ingeri Gay. Beide sind ausgebildete Spiritual Care-Begleiterinnen.

Die Deutsche Gesellschaft für Spiritual Care 
und Existenzielle Begleitung stellt sich in Köln vor

Hier einige Impressionen von der gut besuchten Veranstaltung in den Räumen der Kölner Volkshochschule 

Fotos: Markus Kreies

Großes Interesse an Spiritualität

Wir haben uns erfolgreich der Kölner Öffentlichkeit präsentiert: Am 2. November haben wir unter dem Thema „Die eigene Spiritualität entdecken“ in die Räume der VHS am Neumarkt eingeladen.

Zu Beginn stellte unser Gründungsmitglied Christoph Schmidt die Deutsche Gesellschaft für Spiritual Care und existenzielle Begleitung und ihre Inhalte vor. Birgit Boukes vom Verein „Unergründlich“ begrüßte alle Teilnehmer:innen ebenfalls und freute sich über dieses neue und einzigartige Angebot in Köln.

Dr. Margot Denfeld, die Leiterin des Gesundheitsamtes der Stadt Köln, schickte ein Video-Grußwort. Darin betonte sie die Bedeutung von Spiritualität als Kraftquelle für die physische und psychische Gesundheit.

Ein schriftliches Grußwort ließ Dr. Johannes Nießen, Leiter der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und Prävention, ebenfalls mit Sitz in Köln, verlesen. Noch in seiner Zeit als früherer Leiter des Kölner Gesundheitsamtes galt sein Interesse der Arbeit des Vereins „Unergründlich e. V.“

Auf der Suche nach Spiritualität

Es waren viele Interessierte gekommen: Rund 90 Gäste konnten sich aus sehr unterschiedlichen Angeboten etwas aussuchen. Die Vielfalt der Angebote war uns wichtig, schließlich ging es um die eigene Spiritualität, und die kann sich deutlich von der anderer Menschen unterscheiden. 

Darum hatten wir uns einiges ausgedacht: So gab es Vorträge, z. B. von der Kölner Palliativärztin Dr. Ruth Pauli zum Thema „Die letzte Lebensphase in spiritueller Betrachtung“ oder „Wendepunkte im Leben und existenzielle Krisen“ von Gründungsmitglied und Vorstand Norbert Reicherts. Beide fanden reges Interesse.

Ein schönes Wandbild von Tanja Wagner bot die Möglichkeit, seine ganz persönliche Definition von Spiritualität an einen Baum zu heften – und miteinander ins Gespräch zu kommen.

„Jin Shin Jyutsu - Kleine Sequenzen dieser einfachen Kunst des Glücklichseins“, hieß das Angebot von Sigrid Jamali-Meng. Hier kamen viele Menschen zusammen, um diese chinesische Technik der Selbstheilung kennenzulernen.

Bei einem spirituellen Spaziergang mit Ulrike Wittrock hatten die Gäste die Möglichkeit, besondere und spirituelle Orte mitten in der Kölner Innenstadt zu erkunden.

Eine Fotoausstellung von Gisela Graw mit einer Lesung zum Thema „Spiritualität und Kreativität“ zeigte eine sehr persönliche Sicht des Themas. 

Anke Brachmann stellte ihr einzigartiges Angebot für Frauen vor, die sich einer Operation unterziehen müssen und für die Vorbereitung spirituelle Unterstützung suchen.

Sabine Bödefeld und Monika Kemper boten in ihrem „Café Spiritualität“ einen Austausch über die eigene Spiritualität an. Es gab sogar eine ärztliche spirituelle Sprechstunde sowie ein Angebot für spirituelle Einzelgespräche.

Wichtig in Zeiten der Orientierungslosigkeit

„Spiritual Care hat eine große Bedeutung in der Palliativmedizin und der Sterbebegleitung“, erklärt Norbert Reicherts, Vorstand der „Deutschen Gesellschaft für Spiritual Care und existenzielle Begleitung“. Aber auch im alltäglichen Leben, in der freundschaftlichen oder der professionellen Begleitung von Menschen, ist sie ein wichtiger Aspekt.“

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass immer mehr Menschen auf der Suche nach Spiritualität außerhalb von Kirche und Religion seien, komme der neugegründeten Gesellschaft eine wichtige Rolle zu, so Norbert Reicherts. Das zeige u. a. die hohe Zahl der Besucher:innen bei der Vorstellung in Köln. 

„Wir sind sehr glücklich, dass wir so viele Menschen erreichen konnten“, erklärt auch Christoph Schmidt. „Überall da, wo Menschen spirituelle Bedürfnisse oder existenzielle Fragen haben, ist Spiritual Care eine wertvolle Begleitung. Gemeinsam ist es unser Ziel, Spiritual Care religions-, konfessions- und weltanschaulich unabhängig stärker in der Gesellschaft zu verankern.“

Die Deutsche Gesellschaft für Spiritual Care und existenzielle Begleitung bietet regelmäßig verschiedene Ausbildungen und Workshops oder Treffen an. Informieren Sie sich gerne hier auf unserer Seite oder bei Unergründlich e. V.

Wenn Sie sich für unsere Arbeit interessieren, schauen Sie sich gerne auf dieser Seite um. Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an oder schreiben Sie eine Mail. Wir freuen uns.

 

WDR-Beitrag über uns und Spiritual Care

Ein Kamerateam hat den Palliativmediziner und DGSCEB-Vorstand Dr. Marian Römpke bei seiner Arbeit begleitet

Spiritual Care - der Ursprung

Der Begriff stammt aus der Palliativversorgung. Spiritual Care ist die gemeinsame Sorge von Medizin, Pflege, Psychotherapie und anderen Gesundheitsberufen für die Spiritualität kranker Menschen, aber auch für die eigene Spiritualität.

Für jeden Menschen

Wir erweitern den Begriff Spiritual Care: Überall, wo Menschen spirituelle Bedürfnisse oder existenzielle Fragen haben, ist Spiritual Care wertvolle Begleitung – zunächst für sich selbst, aber auch für andere, im eigenen Alltag und in jeder Lebenswirklichkeit.

Spiritualität als Ressource

November 2023. Die DGSCEB hat ihre Wurzeln in der Arbeit des Kölner Vereins "Unergründlich". In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Köln gab es mehrere Veranstaltungen zum Thema "Konfessionsunabhängige Spiritual Care". Die Abschlussveranstaltung vom 2. November 2023 sehen Sie hier.

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